Die Geschichte der Heti

 

Gebaut wurde die HETI 1912 in Hamburg auf der Werft von Max Oertz. Der bekannte Yachtkonstrukteur hatte sie auch entworfen. Auftraggeber war der Lübecker Holzkaufmann Hermann Eschenburg (1872 - 1954), der sie nach seiner jüngsten Tochter Hedwig (1906 - 2002) - Heti gerufen - benannte. Eschenburg segelte in den kommenden Jahren mit seiner Rennyacht mal mehr, mal weniger erfolgreich diverse Regatten auf der Ostsee. Mehrfach gewann Eschenburg mit der Heti die Kieler Woche. 1923 musste er aus wirtschaftlichen Gründen jedoch eine Yacht verkaufen.

 

Käufer war der Berliner Industrielle Max Hamers, der HETI auf den Wannsee verlegte und in TRAUM umtaufte. In den 1930er-Jahren kam sie wieder zurück nach Kiel, allerdings nicht mehr als Rennyacht: Sie wurde zur Yawl umgeriggt und als Fahrtenkreuzer eingesetzt. Während des Zweiten Weltkrieg und danach wurde sie als Hausboot genutzt.

 

Nach dem Krieg wechselt HETI mehrfach den Besitzer und den Namen: So segelte der Bremer Heinz Harmssen sie unter dem Namen NATHURN. Später verkaufte er sie an die Hanseatische Yachtschule Glücksburg, die sie in SEESCHWALBE umtaufte. 1966 ging sie als MOBY DICK nach Flensburg.

 

Dort blieb sie nur etwas mehr als ein Jahr. Dann kauften die Hamburger Peter Himstedt und Karl Massberg die Yacht. Sie ließen sie auf der Heuer-Werft in Finkenwerder instand setzen und umbauen. Dabei erhielt der Bug seine heutige Form, der Rumpf wurde mit einer Kunststoffschicht überzogen. HETI bekam ein einmastiges Hochrigg sowie eine Maschine. Und wieder einen neuen Namen: Als SATURN gewann sie wieder Regatten, darunter mehrfach das Blaue Band der Niederelbe.

 

1978 verkauften Himstedt und Massberg SATURN wieder. Sie erhielt wieder einen neuen Namen und einen neuen Liegeplatz: Der neue Eigner Friedrich Goebel taufte das Boot in ROMEO um und verlegte es nach Imperia in Norditalien. Heimathafen blieb jedoch Hamburg. Auch im Mittelmeer nahm sie erfolgreich an Regatten teil. Im September 1998 kollidierte der Schoner AELLO mit dem 12er und beschädigte dessen Mast schwer.

 

Eigner Goebel schenkte seine ROMEO dem Hamburger Verein "Jugend in Arbeit e. V.", der das Boot restaurieren sollte. 1999 wurde es dafür per Schiff nach Hamburg gebracht. Doch in den kommenden Jahren passierte nicht viel.

 

2001 wurde die "Stiftung Hamburg Maritim" gegründet, die einen Teil der Schiffe des Vereins übernahm, darunter auch HETI. Für die notwendigen Arbeiten an dem 12er - unter anderem sollte die HETI ihr originales Gaffelrigg wieder bekommen - fehlten jedoch die Mittel. Eine Gruppe von Segelenthusiasten gründete deshalb 2001 den Verein "Freunde der Segelyacht HETI e.V.", der es mit Spenden ermöglichte, die HETI weitgehend wieder in den Originalzustand zurück zu versetzen.




Contact

 

Freunde der Segelyacht HETI e.V.

Grosse Elbstr. 42

22767 Hamburg

MAIL: ahoi@heti-12mr.de

TEL: +49 40 319 6091